Zeremonien in der Tradition nordamerikanischer Indianer 

Nach dem Glauben und den Traditionen der Indianer hat der Große Geist eine zentrale Bedeutung, wie auch die Natur und die Lebewesen, mit denen wir verbunden, ja, verwandt sind. Es gibt keine Trennung zwischen Realität und Traum. Visionen und Träume, aber auch Schutzgeister, nehmen einen zentralen Platz ein. Durch Zeremonien und Rituale soll unser Körper und unser Geist gereinigt und von negativen Energien und Einflüssen befreit werden.

 

Pfeifen Zeremonien

Mit Hilfe der heiligen Pfeife – der sacred pipe - kann der Medizinmann oder die Medizinfrau mit speziellen Gebeten Kraft und Weisheit oder auch Hilfe erbitten, um anderen Menschen in Ihrer ganz individuellen Situation zu helfen zu und Ihnen eine Stütze zu sein. 

 

Tipi-Zeremonien

Die Tipi-Zeremonien nach der Tradition der Muskogee werden die ganze Nacht abgehalten und enden mit dem Sonnenaufgang. Bei diesen Tipi-Zeremonien wird mit den gemeinsamen Gebeten die Genesung unterstützt. Nach dem Verständnis der Muskogee-Indiander steigen nach Mitternacht mit aufgehender Sonne die negativen Energien und Krankheiten auf. Sicherlich ersetzen diese Gebete keine klassische medizinische Behandlung, dennoch können sie eine wertvolle Ergänzung des Heilungsprozesses darstellen.

 

Schwitzhütte

Die Schwitzhütte ist ein halbrundes, aus zwölf Weinruten aufgestelltes, zeltähnliches Gebilde und repräsentiert das Universum. Vor Beginn der Schwitzhütte-Zeremonie werden einundzwanzig große Steine einen halben Tag lang in ein Feuer gelegt, bis sie weiß vor Hitze sind. Nachdem sich die Teilnehmer einem Reinigungsritual unterzogen haben, setzen sie sich an den Außenrand in die Schwitzhütte rund um ein Erdloch in der Mitte. Nach der Tradition der Muskogee bzw. Lakota werden nun die heißen Steine in mehreren Gebetsrunden mit einem entsprechenden rituellen Ablauf in das Erdloch gelegt. In der so entstehenden Hitze werden Gebetsrunden nach einem vorgegebenen Ritual abgehalten, die helfen, Körper und Geist zu reinigen.

 

Shamanic Drumming

Beim Shamanic Drumming wird ein vorgegebener Takt auf der Trommel geschlagen. Mit Gebeten werden der Große Geist und die Schutzgeister angerufen, um die Zeremonieteilnehmer zu schützen. Damit ist eine virtuelle Zeitreise in tiefe Regionen des Bewusstseins möglich, bei der sich Hilfen, vielleicht sogar das Schutztier-Totem zeigen können. Das kann neue Wege aufzeigen und Schutz bieten.